Jazzfrühschoppen

05.09.2021

11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Sloppy Notes (11:00 Uhr bis 13:00 Uhr)

Die Sloppy Notes sind eine Jazzband, die sich vor mehr als 25 Jahren, nämlich 1996 in Wiesbaden gegründet hat. Damals zu Beginn, wie auch heute nach zweieinhalb Dekaden klingt die Spielfreude so frisch wie eh und je. In klassischer Besetzung des Dixieland spielen sie ein durchaus vielfältiges und äußerst abwechslungsreiches Programm. Von gefälligem Swing bis traurigem Blues darf natürlich der fetzige Dixie nicht fehlen. Hoch im Kurs stehen neben virtuosen Solos der Protagonisten natürlich freie Improvisationen am Instrument, die neben gesetzten Riffs und charaktervollen Hooklines der Musik die letzte Finesse verleihen. Nicht nur für Laien ist die ständige und unbändige Spielfreude der Sloppy Notes ein absoluter Augenschmaus, auch Kenner und Jazzfanatiker haben ihren Spaß an der Musik des Wiesbadener Urgesteins. Die Musiker verschmelzen auf der Bühne förmlich mit ihren Instrumenten, es entsteht eine Einheit der Klangkörper, die durch geschickte Inszenierung zu einem Großen und Ganzen fusionieren. Schier grenzenloser Swing lässt nicht nur die Füße wippen, die Beine zucken und das Rückgrat kreisen, sondern lädt zum Schmaus für Leib und Seele ein. Nicht zuletzt deshalb sind die Sloppy Notes ein durchaus gefragtes Ensemble, das nicht nur landesweit, sondern längst überregional auf sich aufmerksam macht. Nicht nur renommierte Jazzfestivals holen sich den swingenden Hit aus der hessischen Landeshauptstadt, sondern auch andere Veranstalter, wie Unternehmen oder private Anlässe schwören auf die frischen Interpretationen des jazzigen Traditionsgut. So ist es auch in Neu-Isenburg zur Selbstverständlichkeit geworden, die alteingesessene Boygroup in die schöne Hugenottenstadt einzuladen, sei es für das Open Doors Festival, der Iseborjer Kultursommer oder sonstige Anlässe in kleinerem Rahmen, bei der uns die Sloppy Notes einmal mehr beweisen, dass Jazz beim besten Willen nicht eingestaubt sein muss.

 

Image
Tango Transit (13:30 Uhr bis 15:00 Uhr)

Jazz – Worldmusic – Tango. Das sind die Hauptmerkmale der Ausnahmeformation Tango Transit, die weit mehr Stilistiken nicht nur bedienen können, sondern auch in ihre Darbietungen dezent einfließen lassen. Fachmagazine betiteln ihren Jazz nicht nur als groovend, sondern vielmehr als frisch, mit viel Charakter und Atmosphäre. Originelle Musik trifft auf Virtuosität, dabei lassen Tango Transit nicht nur klassische Tradition mit einem modernen Sound verschmelzen. Ihre Musik strotzt vor Ausdruckskraft und Energie, Elemente aus der Cajun-Musik Louisianas mischen sich mit der Rohheit des Balkans, französische Musette trifft auf orientalische Klänge; hinzu kommen bisweilen gar House Bass Drum oder Wah-Wah und Verzerrer beim Akkordeon, wie auf dem aktuellen Album "Akrobat" (JAZZNARTS) zu hören ist. Dieses enthält neben Kompositionen der Band erstmals auch drei Bearbeitungen (Roger Waters "Brain Damage", Astor Piazzollas "Libertango" und F. Mendelssohn Bartholdys "Elfentanz") und ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit von nur drei außergewöhnlichen Instrumentalisten, die es verstehen, so bunt und vielfältig wie eine große Besetzung zu klingen. Die Musik von Tango Transit ist kraftvoll, filigran, melancholisch und schweißtreibend und live äußerst beeindruckend. Das Jazzthing schreibt: "Das Trio musiziert auf höchsten Niveau, jeder ist Solist... eine Entdeckung! Tango Transit sind Martin Wagner (Akkordeon), Hanns Höhn (Bass) und Andreas Neubauer (Schlagzeug). Seit 2008 hat das Trio aus dem Frankfurter Raum bei über 400 Konzerten im In- und Ausland überzeugt, sowie vier CDs und eine Live-DVD veröffentlicht.

Image
Axel Schlosser Quartett - "To Satch & Duke" (16:00 Uhr bis 18:00 Uhr)

„To Satch and Duke“ heißt das aktuelle Programm des Quartetts um den Trompeter Axel Schlosser. Damit sind die beiden zentralen Figuren des Konzertprogramms schon genannt: Louis „Satchmo“ Armstrong und Duke Ellington. Schlossers Band deckt spielerisch das gesamte Schaffen der beiden Legenden ab. Dabei werden verschiedene Blickwinkel eingenommen und Nischen beleuchtet, Bekanntes steht neben Seltenem, Frühwerke aus den zwanziger Jahren gesellen sich zu Kompositionen aus den späten Sechzigern, als beide Musiker zu beinahe unantastbaren Meistern herangereift waren. Auch hat das Ensemble einige kompositorische Rosinen aus dem Repertoire herausgepickt, das Armstrong und Ellington auf ihren beiden gemeinsam eingespielten Alben interpretierten. Immer steht bei Schlosser und seinen Musikern die Spielfreude im Vordergrund, ihre Musik swingt und sprüht vor Energie. Nicht zuletzt durch die Tatsache, dass weder Armstrong noch Ellington eine Quartett-Besetzung als ihr musikalisches Habitat wählten, prägen die vier Musiker das klangliche Resultat auf ihre ganz persönliche Weise.

 Schlosser ist Mitglied der hr-Bigband, leitet aber auch eigene Projekte. Er ist solistisch im In- und Ausland unterwegs und ist nicht zuletzt gefragter Dozent in Sachen Jazz-Trompete. Derzeit ist er Honorarprofessor an der Musikhochschule der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Thilo Wagner ist ein gefeierter Solist auf Festivals rund um den Globus. Er ist Ehrenbürger der Stadt New Orleans. Jean-Philippe Wadle ist gefragter Sideman an Kontra- und E-Bass, unter anderem auch zu hören mit Fola Dada, Wolfgang Haffner oder Marc Marshall. Jean Paul Höchstädter ist Schlagzeuger der hr-Bigband und des Sunday Night Orchestra Nürnberg. Auch er ist selbst Bandleader eigener Formationen. Natürlich wird die Gruppe ihre aktuelle, von Fachzeitschriften und Tageszeitungen hochgelobte CD „To Satch and Duke“ mit im Gepäck haben.

 Axel Schlosser – Trompete
Thilo Wagner – Piano
Jean-Philippe Wadle – Bass
Jean Paul Höchstädter – Schlagzeug

Image